Literamus e.V., der Förderverein der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen, lädt ein zur Geschichtswerkstatt „Rodenkirchen erinnert sich“ (RES 65) mit Dr. Cornelius Steckner.

Heute Abend nimmt Dr. Steckner die Rodenkirchener Friedhöfe ins Visier, die viel über das frühere Leben der Menschen hier erzählen.
Auf dem vergleichsweise kleinen, alten Friedhof an der Frankstraße, wo 1854 die ersten Bestattungen stattfanden und der mit seinen ca. 1500 Grabstätten die alte Ortsgeschichte repräsentiert, wird an die Gefallenen beider Weltkriege erinnert. Der Friedhof hat einen beachtlichen Bestand an alten Bäumen, die den Aufenthalt hier sehr besinnlich machen. Bei den älteren erhaltenen Grabstätten aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ist noch deutlich der Einfluss des Jugendstils erkennbar.
Auf dem neuen Friedhof Sürther Straße aus dem Jahr 1941 mit heute ca. 5800 Grabstätten, führt von der Sürther Straße aus der Hauptweg bis zu einem Hockkreuz. Innerhalb des Friedhofs befinden sich u.a. Gräber von Gefallenen des Zweiten Weltkriegs und ein bemerkenswertes Denkmal von fünf großen Liegefiguren, das an Opfer der Gewaltherrschaft des NS-Regimes gemahnt. Schmerz, Trauer, Brutalität und Sinnlosigkeit von Krieg und Zerstörung werden, tief betroffen machend, vermittelt (aufgestellt 1968).

Die Grabstätten zeigen eine Vielzahl von architektonischen Stilen der unter-schiedlichen Zeiten, in denen sie gesetzt wurden. Etliche Prominente aus Rodenkirchen sind hier bestattet.

Teilnahme kostenfrei!